Festspielhaus Hellerau

 

Festspielhaus Hellerau

Die „Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus Jaques-Dalcroze“ wurde 1911/12 im Dresdener Vorort Hellerau gegründet. Der Architekt Heinrich Tessenow erhielt den Auftrag, die Gebäude zu errichten (Unterkunft für Schülerinnen und Schüler, Wohnhäuser für Lehrer, Festspielhaus, Freilichtbühne etc.). 1912 wurde das Festspielhaus mit einer Inszenierung von Christoph Willibald Glucks Oper „Orpheus und Euridyke“ durch Adolphe Appia eingeweiht. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges verließ Jaques-Dalcroze Deutschland. Die Bildungsanstalt verlagerte 1925 ihren Sitz nach Laxenburg bei Wien. Das Festspielhaus blieb jahrelang weitgehend verwaist, wurde nach 1933 als Polizeischule genutzt, nach 1945 von der Sowjetischen Armee beschlagnahmt und zur Kaserne umgebaut. Nach der Wende 1989/90 und dem Abzug der Armee der russischen Föderation von deutschem Staatsgebiet 1992 wurde der Komplex wieder einer kulturellen Nutzung zugeführt. Aufwendige Restaurierungsarbeiten waren notwendig, um die Substanz zu erhalten und für zukünftige Nutzung zu modernisieren. 2004 wurde das „Europäische Zentrum der Künste Hellerau“ gegründet, zunächst unter der Leitung des Komponisten Udo Zimmermann, seit 2008 unter der Leitung von Dieter Jänicke. Seit 2004 ist das Festspielhaus Hellerau auch Spielstätte der Forsythe Company.

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